Rotaviren sind hoch ansteckende Viren und weltweit eine der häufigsten Ursachen schwerer Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern.
Die Übertragung erfolgt überwiegend durch Schmierinfektionen, bei denen Viren aus dem Stuhl erkrankter Personen über Hände, Gegenstände oder Oberflächen in den Mund gelangen. Ausserdem kann das Rotavirus wochenlang auf verunreinigten Gegenständen überleben und eine Infektion durch Kontakte hervorrufen. Die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung ist überall dort sehr hoch, wo Kinder miteinander spielen – zum Beispiel in Tagesstätten.
Praktisch jedes Kind infiziert sich in den ersten zwei bis drei Lebensjahren mindestens einmal mit Rotaviren. Wiederholte Infektionen verlaufen in der Regel milder, sodass Erwachsene häufig keine oder nur geringe Beschwerden entwickeln.